Rund gebundener Strauß in Rosa-Violett mit weißen und gelben Farbtupfern z.B. mit Rosen, Eustoma und zarten, kleinen Blüten.
Der Blumengruß besteht aus 1 roten Rose mit Golddruck Für Mama, 5 roten Rosen, 2 Wachskraut, 3 Pistochia, 1 roten Sisalmanschette und 10 Salal. Der Durchmesser beträgt ca. 30 cm. Dazu erhalten Sie einen Beutel Blumennahrung und eine Pflegeanleitung. Gratis dazu: Glasvase und Lindt Pralinés (40g)
Der Blumenversand JollyFlowers hat seinen Sitz in Hamburg und liefert Blumensträuße in alle Welt. Das Netz an über ausgewählten 55.000 Floristen und Logistikpartnern verspricht die schnelle Zustellung garantiert handgebundener und frischer Sträuße.Wenn man es mit dem Bukett nicht sonderlich eilig hat und die Lieferung am nächsten oder übernächsten Tag eintreffen darf, werden die Sträuße innerhalb Deutschlands per Paketpost von einem der beiden Großfloristen verschickt. In diesem Fall verspricht der Anbieter seine 7 Tage-Frischegarantie, die mit dem Tag der Auslieferung beginnt. Soll der Strauß noch am gleichen Tag überbracht werden, nutzt JollyFlowers den Versand über die Floristen vor Ort, wobei hier die 5 Tage-Frischegarantie gilt, die ab dem Tag der Zustellung zählt.
Hierbei sind außerdem die abweichenden Preise und die unterschiedlichen Sortimente der jeweiligen Floristen zu beachten. Für Blumengrüße ins Ausland übernimmt JollyFlowers hinsichtlich der Frische keine Garantie, denn Schnittblumen in subtropischen Ländern halten naturgemäß nicht so lange wie Blumensträuße in kühleren Regionen.
Bei JollyFlowers hatte ich noch nie Blumen bestellt, also wollte ich den Service einmal ausprobieren. Da gerade Tulpensaison war und diese schlicht eleganten Blumen zu meinen Lieblingssorten zählen, machte ich mich auf der Webseite auf die Suche nach einem entsprechenden Strauß.
Navigation und Angebot
Die Internetseite von JollyFlowers ist auffallend ansprechend gestaltet. Die Sprachen der Seite sind Deutsch und Englisch, wobei man Blumensträuße von Andorra bis Zypern in 90 Länder versenden kann. Nach Staaten sortiert variieren die Preise, sodass ein und derselbe Frühlingsstrauß nach Uruguay oder Sierra Leone natürlich mehr kostet als nach England oder Österreich.
Die aktuellen Angebote richten sich nach der jeweiligen Saison und werden in entsprechend abgeänderter Reihenfolge auf der linken senkrechten Navigationsleiste gelistet. Die oberen Rubriken wie „Valentinstag“, „Frühling“, „Ostern“, „Muttertag“ oder „Weihnachten“ sind oben angeordnet, während das Standardsortiment wie „Geburtstag“, „Liebe“, „Bundware“, „Trauer“ und „Weitere“ im unteren Bereich der Navigationsleiste gelistet ist. Die großen Buttons unterscheiden sich in der Farbe, sodass die jeweilige gesuchte Kategorie noch schneller ersichtlich ist. Im Bereich einer Kategorie hat man die Wahl zwischen zwei Ansichtsoptionen: Entweder werden alle Sträuße in ihrer Gesamtheit präsentiert oder man lässt sie sich in Form eines Karussells im Kreis drehen, sodass das aktuelle Gebinde immer vorne steht und gesondert bewundert werden kann. Ein Klick auf das Foto bewirkt eine automatische Vergrößerung, was als zusätzliche Entscheidungshilfe dient. Das Preisniveau bei JollyFlowers scheint erst einmal zu überzeugen, denn für ein Bukett bezahlt man innerhalb Deutschlands im Schnitt 19,00 € bis 25,00 €, wobei keiner der zahlreichen und geschmackvoll gebundenen Sträuße teurer als 30,00 € ist. Wer möchte, kann sein Gebinde noch in zwei weiteren Größen bestellen.
Bezüglich des Preisniveaus bilden die Kränze und Gestecke aus der Kategorie „Trauer“ eine Ausnahme, da sie mit wesentlich mehr Aufwand gebunden werden und je nach Auswahl 60,00 € bis 150,00 € kosten. Der Service von JollyFlowers macht es möglich, die bestellten Gestecke und Kränze auch zur Grabstelle, zum Trauerhaus oder zum Bestattungsunternehmen liefern zu lassen.
Im Footer des Shops finden sich darüber hinaus die für die Branche üblichen Informationen hinsichtlich Lieferbedingungen, AGB und Frischegarantie. Bezüglich meiner Tulpen hatte ich die Wahl, mir einen Strauß in beliebiger Farbe aus der Kategorie „Bundware“ oder als farbenfrohes Gebinde mit Beiwerk aus der Kategorie „Frühling“ zu bestellen. Ich entschied mich für letzteres und wählte den „Tulpengruß“ für 19,90 €.
Zahlungsmöglichkeiten, Versandarten und Bestellvorgang
JollyFlowers listet die Zahlungsmöglichkeiten bereits auf der Startseite unter den Kategorien auf: Überweisung, Vorkasse, Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte und PayPal.
Nachdem ich unter der Abbildung des Tulpenstraußes auf „bestellen“ geklickt hatte, erfolgte zum einen die Produktbeschreibung (12 gemischte Tulpen, 2 Alchemilla, 3 Pistochia und Bindegrün) zum anderen konnte ich den gewünschten Liefertermin ankreuzen und die Versandart auswählen. Der Liefertermin für den Standardversand war bereits voreingestellt und auf den folgenden Tag datiert.
JollyFlowers bietet folgende Versandoptionen:
- Standardversand: 4,95 € - Lieferung erfolgt montags bis freitags zwischen 08:00 und 19:00 Uhr, samstags zwischen 08:00 und 16:00 Uhr per DHL/DPD-Paket, 95%ige Wahrscheinlichkeit, sonst Verzögerung um 1 – 2 Werktage.
- Garantierte Zustellung: 9,95 € - Zustellung montags bis samstags zwischen 08:00 und 18:00 Uhr, bei Nichteinhaltung werden die Versandkosten erstattet.
- Sonntagszustellung: 22,95 € - Lieferung erfolgt am Sonn- oder Feiertag an 09:00 Uhr, bei Nichteinhaltung werden die Versandkosten erstattet.
- Spätzustellung: 19,95 € - Zustellung am Abend des Wunschtermins, montags bis samstags zwischen 17:00 und 22:00 Uhr.
Der Standardversand genügte mir vollkommen, daher wählte ich die preisgünstigste Variante.
Noch auf der gleichen Seite hätte ich für zusätzliche 3,50 € ein Foto für die Grußkarte hochladen sowie aus weiteren kostenpflichtigen Karten auswählen können. Hätte ich die schlichte Version gewählt, wäre diese zusammen mit einem selbst gewählten Text gratis gewesen. Diesen Schritt übersprang ich, indem ich das Feld „Keine Grußkarte“ ankreuzte. Nach dem Klick auf „Weiter“ wurde ich auf der nächsten Seite darüber informiert, dass der Strauß erfolgreich in den Warenkorb gelegt worden war. Durch zusätzliche Beigaben wie Pralinen und Plüschtiere hätte ich die Tulpen an dieser Stelle weiter aufwerten können.
Auf der nächsten Seite gab ich meine Liefer- sowie Rechnungsadresse samt Rufnummer, Mailaccount und Geburtsdatum ein, bestätigte die AGB, gab an, dass die Blumen NICHT bei Nachbarn abgegeben werden sollten und wollte mich dann im Bereich „Bezahlart“ für eine der Möglichkeiten entscheiden. Ich klickte auf „Rechnung“, was allerdings mit einer Erhebung von weiteren 2,50 € verbunden gewesen wäre, da diese Zahlweise durch den Service Klarna sichergestellt wird und hinsichtlich der Durchführung wohl aufwändiger ist. Außerdem hätte ich dafür meine Mobilfunknummer und ein wiederholtes Mal mein Geburtsdatum eingeben müssen. Das war mir dann trotz 14tägiger Zahlfrist zu umständlich und im Verhältnis zu teuer. Meine zweite Wahl war die Option „Lastschrift“. Ich tippte also meinen Namen, die Bankleitzahl und die Kontonummer ein und musste im nächsten Schritt leider feststellen, dass ich diese Zahlweise auch nicht anwenden konnte, denn nachdem ich die Taste „Bestellung aufgeben“ aktiviert hatte, wurde ich aufgefordert, eine andere Zahlart auszuwählen!
Jetzt blieb ja nicht mehr viel übrig und ich hoffte, dass es nun mit der Sofortüberweisung klappen würde. Für diese Zahlweise poppte ein gesondertes Fenster auf, worin ich Filiale, PIN und TAN im Zuge des Onlinebankings angab und den Betrag überwies. Dieser Vorgang schien zu funktionieren, denn ich vernahm keinen weiteren Protest. Ich kontrollierte die Überweisung sofort und sah, dass die Summe an JollyFlowers bereits unterwegs war. Jetzt war der Bestellvorgang abgeschlossen und im letzten Schritt informierte mich das System, dass ich in Kürze eine Bestätigungsmail erhalten würde.
Information und Service bei jollyflowers.de
Diese Mail erhielt ich eine Stunde nach meinem Onlinekauf. Die Zeitspanne erschien im Verhältnis zum schnelleren Service anderer Shops etwas lang und war neben der umständlichen Zahlweise ebenfalls ein weiterer Kritikpunkt. In der Mail bedankte sich JollyFlowers für die Bestellung und bestätigte meine Zahlung per Sofortüberweisung. Weiterhin enthielt die Nachricht die Rechnung im pdf-Format. Das Dokument speicherte ich ab und kontrollierte noch einmal den Gesamtbetrag: 24,85 € war korrekt.
Die zweite Mail kam am gleichen Tag gegen 18:00 Uhr. Diese enthielt meinen Lieferschein, die im Detail aufgeführten AGB sowie die Widerrufsbelehrung. Außerdem führte ein Link im oberen Drittel zum DHL-Bestellstatus, wonach das Paket mit den Blumen schon auf den Weg gebracht worden war.
Pünktliche Lieferung bei JollyFlowers
Am Vormittag des nächsten Tages wurde der Strauß pünktlich zugestellt und auch der DHL-Fahrer hatte meinen Wunsch beherzigt, die Blumen nicht bei Nachbarn abzugeben, denn das war trotz meiner Anwesenheit in der Vergangenheit wiederholt vorgenkommen.
Verpackung und Qualität
Der Tulpenstrauß war in einem stabilen und im Inneren zweigeteilten Karton aus mehrlagiger Wellpappe verpackt worden. In die Teilungsebene war in der Mitte ein mehrfach gezacktes Lock gestanzt, das die gebundenen Stiele fest
umschloss und dem Bukett entsprechenden Halt gab. Auf diese Weise konnten die Blüten den Transport überstehen, ohne geknickt oder gequetscht zu werden, wobei die Mitarbeiter des Großfloristen den Strauß zusätzlich noch in eine dekorative Cellophanfolie gehüllt hatten. Das Ende der Stiele war in einem gut angefeuchteten Vlies verpackt, sodass die Wasserversorgung über die letzten Stunden gewährleistet war. Ich nahm die Blumen aus der Verpackung heraus, füllte eine gereinigte Vase mit raumwarmem Wasser, schnitt die Stiele der Tulpen an und stellte den Strauß in die Vase. Das Bukett selbst sah der Abbildung sehr ähnlich. Obwohl JollyFlowers in den AGB auf den Umstand hinweist, dass die Gebinde auch von den Darstellungen der Webseite abweichen könnten. Der Beschreibung entsprechend zählte ich insgesamt zwölf Tulpen: 3 x Gelb, 3 x Rosé, 2 x Rot, 2 x Violett, 1 x Weiß und 1 x Gelb/Rosé. Hinsichtlich der Blütengröße und –struktur wiesen die Tulpen deutlich erkennbare Unterschiede auf. Einige Blüten waren noch fest verschlossen, andere schon halb geöffnet. Während die Blütenblätter der noch geschlossenen gelben Tulpen eine feste und wachsartige Struktur zeigten, erwiesen sich die violetten und fast geöffneten Blüten als sehr zart und zerbrechlich. Die roten und roséfarbenen Tulpen waren dazwischen angesiedelt. Insgesamt machte der farbenfrohe Frühlingsstrauß einen sehr frischen Eindruck und hinterließ einen angenehm dezenten Blumenwiesen-Duft. Und wie es sich für Tulpen gehört, waren diese bereits am Abend um mehrere Zentimeter gewachsen.
Warum wachsen Tulpen in der Vase weiter?
Tulpen bilden während ihrer relativ kurzen Blütezeit im Frühjahr keine verholzten Stiele aus, denn das würde die Pflanze am notwendigen, schnellen Wachstum hindern. Im Vergleich dazu wachsen Rosen wesentlich langsamer, wobei sie ihr Längenwachstum als Schnittblume ohnehin einstellen. Die ganze Energie steckt die Rose dann in die Entfaltung ihrer zahlreichen Blütenblätter, von denen die Tulpe deutlich weniger hat.
Innerhalb weniger Wochen müssen Tulpen eine gewisse Höhe erreicht haben, schließlich blühen, Samen reifen lassen und die Zwiebel mit neuen Nährstoffen anreichern. Der Überlebenstrick liegt bei diesen Liliengewächsen also im rasanten Tempo. Sobald sie eine gewisse Höhe erreicht hat, wächst die Tulpe nicht mehr durch Zellteilung, sondern durch die Streckung der mit Wasser prall gefüllten Zellen, denn das spart Energie und Zeit. Die Zellen saugen sich dabei in der Vase ebenso mit Wasser voll wie in der freien Natur. Begünstigt wird der Prozess durch einen hohen Wasserdruck und eine warme Umgebung. So kommt es nicht selten vor, dass sich in einem Strauß einige Tulpen verselbständigen und förmlich aus der Vase herauswachsen. Das Resultat sind dann tief nach unten gebogene Stengel und Blüten, die mit der Oberfläche des Tisches oder der Kommode in Berührung kommen.
Wer das weitere Wachstum der Tulpen begrenzen möchte, befüllt die Vase gerade mal mit so viel Wasser, dass die Stiele nur wenige Zentimeter hineinragen, schneidet die Stengel direkt unterhalb der Blüte senkrecht ein und stellt den Strauß über Nacht auf den kühleren Balkon.
7 Tage-Frischegarantie bei JollyFlowers
Nach wenigen Tagen hatten die Tulpen eine stolze Länge erreicht und waren bis auf die gelben Exemplare alle aufgeblüht. Tulpen benötigen zum Erhalt ihrer Frische täglich neues Wasser und eine saubere Vase, weshalb ich die Schnittblumen jeden Tag versorgte. Zählt man - gemäß den Lieferbestimmungen von JollyFlowers - bereits den Auslieferungstag (13.04.) als ersten Tag der 7-Tage-Frische, müsste man davon ausgehen, dass der Strauß bis zum 19.04. halten würde. Prompt lösten sich pünktlich zu diesem Termin die ersten Blütenblätter der roséfarbenen und roten Tulpen, der Rest fiel im Laufe der nächsten Stunden ab. Allein die gelben Tulpen hatten sich immer noch nicht entfaltet. Da der Strauß in diesem Zustand ein etwas trauriges Bild abgab, löste ich die noch intakten gelben Tulpen aus dem Gebinde heraus, schnitt sie nochmals frisch an und stellte sie in eine schmalere Vase. Erst nach weiteren zwei Tagen blühten auch sie auf. Preis-Leistungsverhältnis
Zwar sind 19,90 € für einen schönen und schnell gelieferten Tulpenstrauß durchaus angemessen, doch um im Preis-Leistungsverhältnis hervorragend zu sein, hätten sich die Blüten gleichmäßig entfalten müssen. Da die unterschiedlich farbigen Tulpen deutliche Abstufungen in Blütenstabilität und Reifegrad zeigten, konnte ich nur davon ausgehen, dass sie von verschiedenen Lieferanten stammten. Auch die 7 Tage-Frischegarantie wurde nur sehr knapp eingehalten. Tulpen vom Floristen um die Ecke halten da schon mal länger. Dieser Umstand trübte leider ein wenig die Freude an dem sonst sehr schönen Strauß. Daher würde ich das Preis-Leistungsverhältnis als akzeptabel bewerten.
Fazit zum JollyFlowers Blumenversand
- Navigation und Angebot: sehr gut
- Bestellvorgang: schnell
- Zahlungsmöglichkeiten: große Auswahl, aber im Laufe der Bestellung doch eingeschränkt, da Zahlung per Rechnung mit 2,50 € Aufschlag verbunden war und Lastschrift aus ungeklärten Gründen nicht funktionierte.
- Information und Service: gut
- Pünktliche Lieferung: sehr gut
- Verpackung und Qualität: sehr gut
- 7 Tage-Frischegarantie: grenzwertig aber noch ok
- Preis-Leistungsverhältnis: akzeptabel
Gesamturteil: Wenn sich die Blüten der verschiedenfarbigen Tulpen zur gleichen Zeit geöffnet hätten, wäre der Strauß perfekt gewesen.
Website: www.jollyflowers.de
